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Montag - Beginn des Blogs über meinen Studienalltag

Hallo liebe Kommilitonen, hallo liebe Frau Meyer, hallo Fremder!

Heute fange ich also mit dem bereits im Testeintrag erwähnten Blog an. Ich werde euch hier ein wenig von meinem Studienalltag berichten! Hoffentlich werdet ihr hier gerne lesen, kommentieren und euch nicht langweilen!


Der Tag begann für mich heute mit Übersetzen von Englisch nach Deutsch. Momentan versuchen wir uns an einem Theaterstück. Dieses zu übersetzten ist gar nicht so einfach, wie man vielleicht im ersten Moment vermutet. Mehrere Schwierigkeiten und Probleme verbergen sich hinter den umgangssprachlichen und einfach erscheinenden Sätzen.

Das ist das, was mich so fasziniert an Übersetzungen: Die Länge der Übersetzung sagt überhaupt nichts über den Schwierigkeitsgrad aus. Oft ist es mir schon passiert, dass ich bei einer Übersetzung länger an einem einzigen Satz geknobelt habe als an dem restlichen Text. Manchmal habe ich eine lange Übersetzung innerhalb von 10 Minuten erledigt, während ich mir an einer Übersetzung, die nur aus 5 Sätzen bestand, eine gefühlte Ewigkeit den Kopf zerbrochen habe. Aber das macht es auch gerade so spannend. Man muss versuchen sich in die beiden Kulturen hineinzuversetzen und auch Hürden wie Sprichwörter, Reime oder Kochrezepte nicht nur in die jeweilige Sprache, sondern besonders in die jeweilige Kultur übersetzen.
Was bringt einem Engländer eine Übersetzung einer Wegbeschreibung mit Kilometerangaben, wenn er doch nur in Meilen rechnen kann? Was soll ein Deutscher mit 212 Grad Fahrenheit anfangen? Und was ist mit Namen, mir fällt da gerade Harry Potter ein, dank Klaus Fritz (dem Übersetzer der Harry Potter Bücher) wurde aus der „Moaning Myrtle“ die „Maulende Myrte“ und nicht etwa die stöhnende, jammernde oder klagende Myrte. Klaus Fritz hat also die Alliteration beibehalten und für viele deutsche Kinder (mich einschließlich) eine fantasievolle Figur erschaffen bzw. neu erfunden. Andere Alliterationen wie zum Beispiel die „Whomping Willow“, konnte er nicht als eine solche übersetzen und er wählte daher: die peitschende Weide. Ich bin mir sicher, dass Fritz auch an dem Wort „mudblood“, was auf Englisch so leicht über die Lippen geht, lange überlegt hat bis er sich für Schlammblut entschied, auch wenn hier letztendlich eine 1 zu 1 Übersetzung stattgefunden hat.
Somit hat Fritz die Harry Potter Romane nicht nur einfach übersetzt, sondern meiner Meinung nach im Prinzip die Harry Potter Welt für uns deutsche Kinder neu erzählt. Dank ihm haben uns Begriffe wie die „Maulende Myrte“ oder die „Peitschende Weide“ durch unsere Kindheit begleitet und deshalb finde ich, sollten wir Deutsche nicht nur J.K. Rowling für ihre fabelhaft fantasievollen Einfälle, sondern auch Klaus Fritz für seine fabelhaft erfinderischen Übersetzungen danken!
Er ist wohl ein Übersetzer, der es geschafft hat und vielleicht kommt einer von uns ja auch mal da an und darf so ein großes Werk übersetzen. Und genau aus diesem Grund merke ich mir nicht nur Autoren, sondern auch immer die Übersetzer von tollen Büchern, denn, wenn ich später mal da stehe, möchte ich auch, dass man sich meinen Namen merkt!

Ich merke gerade, ich komme vom Hundertsten ins Tausendste und eigentlich wollte ich auch noch etwas über meine andere Vorlesung heute erzählen nämlich Medienkommunikation, aber das verschiebe ich jetzt einfach mal auf morgen!


Bis Morgen dann!


Eure Eva

13.5.13 20:45
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


NaTa (20.5.13 21:45)
Ich finde es toll, dass du in deinem Blog auf Übersetzer eingehst. Auch ich habe die Harry Potter Romane verschlungen und alle Filme geschaut und finde es immer noch unglaublich, wie toll die Bücher übersetzt wurden. Ich konnte nicht aufhören sie zu lesen und bin von der Arbeit des Übersetzers absolut begeistert. Jetzt, da ich mit den Tücken dieser Arbeit vertraut bin, weil wir selbst damit zu tun haben, bekomme ich großen Respekt davor. Früher habe ich gar nicht darüber nachgedacht, aber wenn ich bedenke, was für großartige Worte, Sprüche und Figuren vom Übersetzer neu geschaffen wurden und Millionen von Menschen in den Bann gezogen haben, so bleibt mir nichts anderes übrig, als davon fasziniert zu sein. Und wie du schon geschrieben hast: Ein Hoch auf die großartigen Übersetzer, nicht nur auf die Autoren :-)

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